Für eine enkeltaugliche Zukunft
Klimaschutz beginnt unserer Meinung nach nicht erst bei großen politischen Entscheidungen – er beginnt bei uns ganz persönlich! Bei jedem Einzelnen, wobei uns natürlich bewusst ist, dass wir allein die Welt nicht retten werden. Wenn aber ein Jeder bei sich selbst anfangen würde, dann könnten wir zusammen großartiges bewirken. Also warum auf die Politik warten, einfach machen!
Neben der dringend notwendigen Reduktion von CO₂-Emissionen durch Mobilität, Energie und Konsum gibt es einen weiteren, oft übersehenen Hebel: Die Art und Weise, wie wir mit unseren Böden, Pflanzen und Lebensräumen umgehen.
Bereits vor einigen Jahren haben wir erkannt wie uns effektive Mikroorganismen (EM) dabei helfen können, chemische Mittel zu ersetzen, CO₂-Emissionen zu senken und natürliche Kreisläufe zu stärken – ganz konkret und praktisch anwendbar:
- Im Garten fördern EM-Anwendungen das Bodenleben, aktivieren Humusbildung und schaffen damit natürliche CO₂-Speicher direkt vor unserer eigenen Haustür.
- In der Reinigung ermöglichen EM-Reinigungsmittel uns eine chemiefreie Haushalts- und Betriebsführung – sanft zur Umwelt, sicher für Menschen & Tier.
- Bis hin zum Wohlbefinden von Mensch und Tier. Daher werden von uns EM-Produkte auch in der Ernährung & Pflege erfolgreich angewendet, da EM hilft ein harmonisches Milieu zu etablieren und regenerative Prozesse zu unterstützen.
Klimaschutz beginnt im Kleinen – bei uns im Alltag, im Garten, im Betrieb, daher legen wir den Fokus auf lebendige Böden, mikrobielles Gleichgewicht und einen respektvollen Umgang mit natürlichen Ressourcen.
Echter Klimaschutz braucht unserer Meinung nach ein Umdenken – Menschen, die bereit sind, neue Wege zu gehen!
Was ist EM?
Effektive Mikroorganismen (EM) bezeichnen eine Mischung regenerativer Mikroorganismen, die in nahezu allen Bereichen des Lebens positiv wirkend und von Jedermann angewendet werden können.
Sie schützen unsere Verdauung, helfen bei der Joghurt-, Wein- und Käse- oder Bierproduktion und machen die Natur erst schmackhaft und lebendig. „EM – Effektive Mikroorganismen“ sind quasi alte Bekannte.
Aus welchen Mikroben bestehen Effektive Mikroorganismen?
„Effektive Mikroorganismen“ (EM) sind eine nützliche und probiotische Mischung aus Hefen, Milchsäurebakterien und Photosynthese Bakterien. Die Zusammensetzung von EM wurde auf Okinawa (Japan) in den 1980er Jahren entwickelt, um die Qualität der landwirtschaftlichen Böden zu verbessern.
In EM leben über 80 verschiedene Arten von aeroben und anaeroben Mikroorganismen in Symbiose. Die Mikroben-Mischungen (Urlösung oder EM1) stammen aus Europa und sind nicht gentechnisch verändert.
Die Stammlösung wird mit einer Nährlösung (meist Zuckerrohrmelasse), Wasser und möglichen anderen Zusätzen in einem ein bis mehrwöchigen Prozess fermentiert.
EM werden in Deutschland seit mehr als 30 Jahren in verschiedenen Bereichen, insbesondere in der Landwirtschaft, im Gartenbau und in der Umwelttechnologie verwendet.
Hauptanwendungsgebiete der Effektiven Mikroorganismen liegen zum Beispiel:
- In der Landwirtschaft (Bodenverbesserung, Gülle und Mistaufbereitung, Kompostierung, Futterzusätze, Stallhygiene…)
- Im Gartenbau (Bodenverbesserung, Kompostierung, Bokashi Herstellung, Pflanzen Vitalisierung…)
- Bei der Tierhaltung (Fellpflege, Verbesserung der Tiergesundheit, Stallhygiene und -reinigung, Geruchsreduzierung…)
- In der Reinigung (Reinigung, Raumluftverbesserung und Geruchsreduzierung…)
- Auch in der Gesundheitsförderung (Kosmetik, probiotische Lebensmittel, als Zusatz in Gebrauchskeramik…)
- Bei der Abfallwirtschaft (Geruchsreduzierung, Abbau von organischen Abfällen, Reinigung von Abwasser, Abbau von organischen Verunreinigungen…)
Wenn euch dieses Thema genau so interessiert wie uns und ihr mehr darüber erfahren möchtet, dann schaut euch gerne, die oben rechts auf dieser Seite aufgelisteten, Beiträge an. In Kürze könnte ihr EM-Produkte auch wieder in unserem Online-Shop und vor Ort in unseren kleinen Laden erwerben.
Natürliche Kreisläufe
Für uns heisst Klimaschutz & Ressourcenschonung zum Beispiel auf saisonale Bepflanzungen von Blumenkübeln oder auch Gräbern zu verzichten und lieber auf langjährige Staudenpflanzungen zu setzen.
Wusstet ihr, dass Pflanzen aus dem Gartencenter oft schon eine lange Reise hinter sich haben und dabei einen schweren „ökologischen Rucksack“ mitbringen? Selbst Blühpflanzen, die als bienenfreundlich beworben werden, sind häufig mit Pestiziden behandelt – nicht gerade ideal für unsere Insektenfreunde.
Oder aber auch exotische Pflanzen stellen eher die Ausnahme in unserem Garten dar und sind wenn, dann vielleicht in unserem Gemüsegarten z.B. als Süßkartoffel zu finden.
Alles bleibt in unserem Garten, so lautet ein Motto von uns.
Wir sehen keinen Sinn darin, sämtliche „Grünabfälle“ über die Biotonne oder den Wertstoff-Hof zu entsorgen, wohlmöglich auch noch Geld dafür zu bezahlen und dann wieder in den nächsten Baumarkt oder Gartencenter zu fahren, um vorgedüngte Erde, chemischen Dünger oder Komposterde zu kaufen. Welch ein Irrsinn.
Wir haben gar keine Grünabfälle, sondern lediglich organisches Material, welches wieder dem natürlichem Kreislauf in unserem Garten zugeführt wird.
Bokashi
Das clevere Recyclingsystem für organische Abfälle!
Bokashi steht für „fermentierte Organik„. Besonders beliebt ist die Fermentation von Küchenabfällen und Rasenschnitt. Mit dem Zusatz von Effektiven Mikroorganismen und Pflanzenkohle wird ein wertvoller Dünger für Gartenbeete, Topfpflanzen und Bäume hergestellt.
Das Geheimnis von Bokashi ist definitiv die Fermentation von Organik mit EM unter Luftabschluss. Hierbei entstehen wertvolle Stoffe, wie nützliche Enzyme, Vitamine und Antioxidantien. Bokashi ist Super Food für das Bodenleben, liefert Nährstoffe und wertvolle Metabolite für deine Pflanzen!
Küchenbokashi
Küchenabfälle werden zerkleinert und in einen Bokashi-Eimer gegeben. Jede Schicht Küchenabfälle wird mit Effektiven Mikroorganismen pur besprüht und mit Pflanzenkohle bestreut.
Ist der Eimer voll, muss das Küchenbokashi noch zwei Wochen fermentieren. Das fertige Küchenbokashi kann nach der Reifung sofort im Garten vergraben werden und wird vor Ort zu pflanzenverfügbaren Dünger verstoffwechselt.
Im Eimer entsteht außerdem sogenannter Bokashisaft (Sickersaft).
Wenn die Küchenabfälle einen hohen Wassergehalt aufweisen, kann man den Bokashi-Saft regelmäßig über den Hahn ablassen. Der Bokashi-Saft ist ein toller Flüssigdünger, welcher wiederum Anwendung im Garten findet. Besonders die Blumenkästen und Schalen düngen wir hiermit gerne.
Welche Vorteile bietet Bokashi im Boden?
Ausführliche Beschreibungen darüber, wie wir unsere Küchen-Bokashi-Eimer befüllen und den gereiften Inhalt dann später im Garten verwenden oder Rasen-Bokashi herstellen, findet ihr demnächst unter den Beiträgen, oben rechts auf dieser Seite.
Rasen-Bokashi
Für die sinnvolle Verwendung von eurem Rasenschnitt gibt es gleich zwei tolle Möglichkeiten.
Wenn ihr z.B. noch viel klassische Rasenfläche habt, welche regelmäßig gemäht wird, dann könnt ihr dieses Schnittmaterial, dem Küchen-Bokashi ähnlich, luftdicht verpackt und unter Zugabe von EM reifen lassen und nach wenigen Wochen dann als wertvolles Mulch-Material auf eure Beete, Baumscheiben oder unter Hecken ausbringen.
So eine Mulchschicht aus hochwertigem Material (fermentierter Rasenschnitt oder auch gehäckselte fermentierte Stauden) schützt vor Austrocknung, liefert Mineralien und Nährstoffe und fördert die Vitalität und Gesundheit der Pflanzen enorm. Es vermindert außerdem den Aufgang von Unkräutern und -Gräsern. Besonders während der Wintermonate ist eine schützende Mulchschicht aus fermentierten Häckselgut oder Rasenschnitt empfehlenswert. Das Rasenbokashi kann auch eingegraben werden und im Boden als organischer Dünger verwendet werden.
Zweite Methode
Wenn wir aktuell kein Mulch-Material benötigen, schichten wir unseren Rasen-/Wiesenschnitt in einer handelsüblichen Gitter-Kompost-Box. Man kann aber auch andere Behältnisse nehmen, wichtig ist dabei nur dass es keinen Boden hat, also unten freier Zugang zum Erdboden besteht, damit die Kleinstlebewesen und Regenwürmer auch dahin kommen wo wir sie haben möchten. Nämlich hier, in unseren Rasenschnitt und das der Wind davon abgehalten wird, das Schnittgut wieder im Garten zu verteilen, also irgendeine seitliche Begrenzung. Vielleicht eine alte Tonne/ Fass ohne Boden und ohne Deckel oder was auch immer man so da hat…
Auf jede Schicht wird Urgesteinsmehl & Pflanzenkohle gestreut und mit EM-A angereicherten Wasser gegossen, bis die Box voll ist. Dann lässt man die Zeit für sich arbeiten und nach wenigen Monaten erhält man wunderbare, nährstoffreiche Erde für seinen Garten.
Der Unterschied zum klassischen Kompost ist, das im Rasenbokashi keine heiße Rotte stattfindet, daher muss man auch nichts umschichten und es entsteht auch keine Geruchsbelästigung, wie das gerne bei reinen Grashaufen während der Rotte vorkommt.
Beide Methoden können auch mit gehäckselten Staudenschnitt oder Laub angewendet werden.
Benjeshecke, Totholzhaufen, Käferkeller & Co
Aus „Gartenabfällen“ wertvollen Lebensraum schaffen









